Archive for the ‘Kunst’ Category

Tür zu, Tür auf … update

20. Juli 2014

… versank ich noch vor ein paar Wochen im „Tal der Tränen“ und des Frusts hat sich mittlerweile einiges getan. Bei einer Geburtsagsfeier einer Freundin und Kollegin klagte ich mein Leid über besagte Schule im vorangegangenen Artikel und wie schwer es doch sei, eine Stelle zu finden (Akademischer Abschluss, mehrere Jahre pädagogische Erfahrung, davon 4,5 Jahre Unterrichtserfahrung, aber leider, leider keinerlei Staatsexamen). Da meinte eine andere Kollegin ich solle es doch mal an der Schule ihres Sohnes versuchen, die würden Lehrkräfte brauchen. Ich vergaß ihren Tipp erstmal ein paar Tage, um mich dann eines Abends doch auf der Website der Schule wieder zu finden. Tatsächlich. Grundschullehrerin gesucht, Klassenleitung etc.  Nun ja, nicht ganz das, was ich suchte, aber ich wollte unbedingt weiter unterrichten. Als ich aber sah, dass die Bewerbungsfrist seit einer Woche verstrichen war, rechnete ich mir zwar keine großen Chancen aus und um so größer war meine Überraschung, als nach drei Tagen(!) eine Email mit der Einladung zu einem Bewerbungsgespräch ins Haus flatterte. Den Termin bekam ich dann am Dienstag darauf, das Gespräch verlief sehr angenehm, für mein Verständnins recht kurz , ich war (angenehm) überrascht bei der ersten Runde der Geladenen zu sein und ich wurde mit der Bemerkung entlassen: „Wir müssen uns rasch entscheiden und melden uns noch heute bei Ihnen“. `O.k, das war´s also` und fuhr mit dem  Gedanken nach Hause, dass ich es zumindest probiert habe. Um so größer war meine Überraschung als ich, kaum eine halbe Stunde zu Hause, die Stelle per Email angeboten bekam. Die ersten Reaktionen meinerseits schwankten von  „boah, denen brennt es unter den Nägeln“ über „ach die meine Güte die wollen tatsächlich MICH (muss ich toll rüber gekommen sein 😉 ) bis „HILFE“. Lange Rede … ich habe die Stelle angenommen. Befristet zunächst auf ein Jahr (das kenne ich ja von der anderen Schule), eine volle Stelle mit Klassenleitung (noch was Neues), mit der (bereits vom Schulleiter angekündigten) Option auf Verlängerung.

Nun geht es mir so wie Frau Weh , ich bin hin und her gerissen, freue mich auf die neue Stelle und falle von einem Abschied in den nächsten, denn ich werde nicht nur meine alte Schule, die Kinder und die Kollegen verlassen sondern auch meine heißgeliebten Kunstkurse erst mal auf Eis legen müssen. Und für meine Lieben stehen somit auch einige Veränderungen ins Haus … . Dem entsprechend bin ich sicher zur Zeit nicht besonders leicht zu handeln, mir schwirrt der Kopf und ich bin ja sowieso jemand, der sicher eher zuviel als zu wenig Gedanken macht. So, nun wirst ihr Bescheid, sehr bleibt spannend … sehr spannend.

P.S. Den Clou zum Schluss: Vor ein paar Tagen kontaktierte mich besagte Schule aus vorangegangem Post und bot mir doch noch eine Stelle an. Kunst und English … genau meine Kombi … naja, da hätten sie mal schneller sein sollen …!

Schlechter „Flow“ …

20. Mai 2014

… ich muss wirklich aufpassen, dass dies hier, nachdem ich endlich wieder etwas mehr schreiben, nicht zur „Jammer-und-Mecker-die-Welt-ist-so-schlecht-zu-mir“- Seite verkommt. Aber wie es der Zufall will, stellt mir das Schicksal(?) gleich an zwei Tagen hintereinander das Bein und schickt mir per E-Mail zwei Absagen auf Stellen ins Haus. Wenn ich das dann verdaut habe wird mein angeborener Optimismus wieder hochkommen und ich werde es von der Seite „Wer weiß, wofür es gut ist“ oder dann klappt es vielleicht doch mit der alten Schule weiter oder eine der anderen wollen mich haben.
Doch von der einen Absage bin ich schon enttäuscht, ich hab zwar trotzig dem Liebsten verkündet, ich hätte da sowie nicht hingewollt („Ihren Hammer will ich nicht …“), doch so ganz stimmt das nicht. Ich verstehe auch deren Vorgehen nicht, weil mir der Direktor der Schule eigentlich versicherte, die ganzen folgenden Gespräche seien „reine Formalität“ und „mich ließe er nicht mehr gehen“ (Zitat Ende). Und nun  … Pustekuchen

Manchmal fällt es mir schwer nach Winston.Chur.chills Devise immer einmal mehr aufzustehen …
Aber dafür ist unser Austauschschüler ein sehr netter! Und das Wetter ist toll! Und mein Auto ist heute auch innerhalb einer Stunde repariert worden und war nicht sooo teuer (hab ein wenig auf die Mitleidsmasche gemacht).  Und wir werfen heute abend den Grill an. Und das Wetter ist super … ach, das erwähnte ich schon, Immerhin, noch ein positver Abschluss, nicht wahr 😉

Ich sollte, ich will …

5. Mai 2014

… wieder mehr schreiben. Das wäre bestimmt gut und würde mir sicher auch helfen, manchen Dingen besser von allen (oder zumindest nicht nur von einer) Seite(n) zu sehen. Es passiert fiel im Hause Workingmum. Naja privat passiert viel, der Alltag mit Halbwüchsigen (Halbstarken) ist immer noch spannend und die größte Herausforderung meines Lebens  – ich überteibe nicht, wirklich, es ist die größte Herausforderung meines Lebens den Alltag mit Pubertierenden zu gestalten, zu managen und dabei nicht des Wahnsinns fette Beute zu werden … ich bin allerdings dicht davor … die Beute zu werden, meine ich. Aber anderen Eltern geht es ebenso (ist nicht wirklich ein Trost), das merke ich bei jedem Elternabend (an dem ich als Mutter oder Lehrerin teilnehme) oder auch in Gesprächen mit Freunden, deren virtuelle Fingernägel ebenso bis auf die Nagelhaut abgekaut sind, wie meine).

Beruflich passiert … nichts. Obwohl sich eigentlich einiges tun sollte: meine Bewerbungen schweben irgndwo in Ablagen herum, bei manchen Schulen bekommt man sogar nach drei Monaten keine Antwort, weder eine Zu- noch eine Absage. Bei einer anderen bekam ich zumindest die Bestätigung, meine Unterlagen seinen angekommen, vielen Dank, und solle mich doch Mitte noch einmal melden … mach´ ich. Und die Schule, die vor Monaten noch am vielversprechensten aussah … der Direktor hätte mich, laut seiner Aussage, am liebsten vo Fleck weg eingestellt, die ziert sich jetzt. Und von meiner alten Schule, an der ich am liebsten bleiben möcht, die mir aber keine langfristige Perspektive biete (n kann, will?) kommt auch keine klare Ansage. Also muss ich der Dinge harren, die da kommen und das kann ich … nicht besonders gut. Aber etwas anderes bleibt mir nicht übrig – ausser dann doch mal wieder was zu schreiben ….

Aber zumindest sind die Kinder gesund 😀

Entscheidungen …

21. Mai 2013

… zu treffen fiel mir noch nie leicht. Selbstverständlich meine ich nicht diese Dinger wie „was gibt´s zum Abendessen“ (auch wenn das bei dem neu eingeführten Wochenplan auch schon eine Herausforderung sein kann) oder welches Outfit soll es denn heute sein. Nein, es sind die langfristigen, lebensveränderten Entscheidungen (huch, wie dramatisch), mit denen ich mich schwer tue. Dieses „Soll ich was Neues wagen, auch mit ungewissem Ausgang“ oder dann doch lieber bei altbewährtem bleiben, von dem ich aber weiß, dass es in ein paar Jahren nicht mehr so gut funktionieren bzw. mir gut tun wird. Ich weiß, alles (noch) sehr kryptisch … aber keine Panik, es geht „nur“ um berufliches … das wenigsten musste ich dazu schreiben, weil bei uns im Freundeskreis gerade ziemlich viel verquer geht. Aber dafür heiratet mein Bruder am Samstag, sehr schön, doch eine andere Geschichte …

Auf der Spur der Römer …

5. Januar 2013

… haben wir heute einen wunderbaren Tag mit weit entfernten Freunden (sie leben in Asheville N.C.) verbracht. Dabei neue Menschen (Freunde der Freunde) kennengelernt und auch das war fein. Und so hält sich mein schlechtes Gewissen ob der noch zu korrigierenden 24 English-Test etwas in Grenzen … naja, es nagt schon. Aber andererseits lebt man nur einmal und morgen ist auch noch ein Tag … und ausserdem hab´ ich ja noch eine ganze Woche zum Korrigieren, Noten machen, Unterricht für Schule und Kindergarten vorzubereiten, den Kleiderschrank ausmisten, zwei „Oma-Kalender“ zu machen … Wuähhhh … Panik … ich geh´mal schnell ´ne Runde verdrängen (´könnt mich ja mal in einer Woche fragen, wie weit ich gekommen bin)

Das Hamsterrad …

9. Januar 2012

… beginnt sich ab morgen 6 Uhr wieder schneller zu drehen. Für die Jungs und mich startet die Schule wieder und auch meine Kindergartenkinder freuen sich sicher wieder auf mich. Ich freue mich auch – wirklich. Aber ich bin doch sehr ambivalent, denn da ich meine Arbeit wirklich gerne mache und eigentlich (fast 🙂 ) alle meiner SchülerInnen mag, hab´ ich doch ein bisschen Panik vor der ersten Woche. Das ist immer so, danach geht es meistens. Aber die Geschehnisse der letzten Wochen … nein, eigentlich des vergangenen Jahres, haben mir gezeigt, dass ich etwas verändern muss. Es kann nicht so weitergehen,wie bisher. Nicht nur für mein Wohlergehen sondern auch für das  meiner Familie. Doch wenn ich ehrlich bin, weiß ich noch nicht was. Weniger Arbeiten? Schwierig, ich mach es halt auch so gerne … und das Finanzielle spielt auch eine Rolle. Vielleicht etwas mehr Ruhe rein bringen … gute Idee, aber wie. Ich fange vielleicht einfach mal damit an zu atmen – nein lacht nicht, das ist mein Ernst. Ich denke, das ist ein kleiner Schritt für mich, aber ein (möglicherweiser) großer Schritt in die richtige Richtung. Weitere Vorschläge dürfen mir hier gerne hinterlassen werden.

Ferien …

7. Oktober 2011

… endlich. Den Seufzer, der mir heute morgen entfleucht, nachdem ich meine Jungs zum letzten Mal für die nächsten 14 Tage auf den Schulweg geschickt (ja, unsere müssen laufen 🙂 ) habe, kann jede Mutter … und jeder Lehrer nachvollziehen. Ich liebe meinen Job, aber die Pause ist, nach dem turbulenten Wochen, mehr als willkommen.

In den vergangenen Wochen haben wir im Hause Workingmum lernen müssen, wie schnell sich das Leben verändern kann. Ende August erlitt meine Mutter einen Schlaganfall und plötzlich stand ich vor der Situation, in die ich nie kommen wollte bzw. noch nicht kommen wollte: Verantwortung für ein Elternteil übernehmen, sich Gedanken über Pflege machen, zu schauen, wie mein Vater mit der Situation klarkommt und vieles andere. Die ersten Tage waren furchtbar, ich stand total neben mir und, wie es immer so ist, eine Scheisselhaufen liegt immer noch vor dir, weitere Felsen wurden in meinen Weg geworfen. Aber ich habe viel Grund zur Dankbarkeit, denn meiner Mutter geht es viel besser, nach viel Reha ist die halbseitige Lähmung fast verschwunden und auch das Sprechen wird sie sicher wieder lernen. Was das betrifft geht es bei uns wieder aufwärts  und die eigene Perspektive mal wieder in die rechte Richtung gerückt zu bekommen ist auch ganz gut. Manche kleinen Sorgen, wie der pupsitierende Große, lassen sich einen Hauch (wenn auch nur einen ganz kleinen) besser ertragen … wer hat überhaupt diese hormonelle Verwirrung erfunden? Ja,ja, ich weiß, evolutiontstechnisch ist sie von höchster Bedeutung.

Der zweite Fels vor mir liegt noch, er wackelt hin und her und ich weiß noch nicht in welche Richtung er sich bewegen wird. Mein fester Job an meiner aktuellen Schule steht auf der Kippe. Als Vertretungslehrerin bewegt man sich, und da kann man sich in den Job reinscheissen wie man will, am unteren Ende der Nahrungs- … äh… Stellenkette. Mein Vertretungsgrund hat sich vorzeitig ereldigt und weiss ich nicht, ob ich bleiben kann oder mir eine andere Schule suchen muss. Aber das ist eine andere lange Geschichte. Das einzige, was ich weiss ist, dass auf jeden Fall weiter unterrichten will. Man wird sehen …

So, jetzt genieße ich den Ferienanfang!

Auch bei mir …

6. Januar 2010

… gehts nicht mehr – finanztechnisch gesehen.  Na, gut,  ich übertreibe ein wenig (der Dramatik wegen), aber als ich heute morgen beim Künstlergroßhandel meines Vertrauens meine Materialien für die nächsten Wochen bezahlen wollen, akzeptierte das Gerät weder meine „Firmen-ec-karte“ noch das Stück Plastik wo „Kredit“ drauf steht. Glücklicherweise, auch wenn ich das ungerne vermische (führt zu Verwirrung bei der Steuer.fach.frau) konnte ich wenigstens mit der Privatenkarte meine Schulden begleichen. Das zwei kleine Ziffern so einen Ärger machen können … 😉

Der Tee zur Ausstellung …

23. November 2009

was bitte schön hat ein Teebeutel, pardon, loser Tee mit einer Kunstausstellung zu tun. Gestern waren der Liebste und ich hier und wandelten durch die „Houdon“-Ausstellung. Drei besondes schöne Damen standen dort, zwei aus Marmor, eine aus Bronze. Die Büsten des Meisters waren nicht ganz meins, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht steiten. Am Hinausgehen der unvermeidliche Blick über das Schnickeldie zur Ausstellung. Alles Mögliche von Postern über Magnete bis hin zum … Tee. Und diese Verbindung erschließt sich mir (trotz meines Studiums … oder gerade deswegen?) nun so gar nicht.

Ein geplatzter Traum …

21. November 2009

… ist immer eine Niederlage. Vor allem wenn die Absage an einem Samstag (vergangener Woche) mit der Post kommt. Man bezweifelt  meine Qualifikation unterrichten zu können. Rein theoretisch natürlich. Ein Anruf beim zuständigen Amt klärte die Situation: man stelle sich vor – ein Magister mit einem Haupt- und zwei Nebenfächern reichen nicht zum Quer.einstieg.  Allerdings war die Dezernentin sehr freundlich, hat sich Zeit für mich genommen und sich fast dafür entschuldigt, dass sie mich auf die Liste setzten kann. Sie habe eben ihre klaren Vorgaben. So ist das mit den bürokratischen Hindernissen. Ob man gut ist, in dem was man tut, zählt leider nicht. Und auch nicht, dass man höchst motiviert ist. Doch jede Niederlage motiviert mich, nicht klein bei zu geben, neue Weg zu suchen und an andere Türen zu klopfen. Gerade am Mittwoch habe ich das wieder getan … mal sehen, ob sie mir aufmachen und mich willkommen heißen.