Das Wandern …

ist nicht der Schülerlust, definitiv nicht. Dabei hätte der (Wander)Tag so schön sein können, wenn, ja wenn ich mit den 5 Kolleginnen einen gepflegten Mädelsausflug gemacht und rund 67 maulende Schülerlein (mein kleines Kind eingeschlossen) an der U-Bahn Endhaltestelle mit mobilen Spielgeräten versorgt und mit der Bemerkung: „Spielt schön, wir holen euch in 4 Stunden wieder ab“, zurückgelasssen hätten. Aber nein, wir kamen unserer Aufsichtspflicht nach (anstatt gepflegte Konversation zu betreiben) und motivierten, schoben, drängten und feuerten an. So gelangten wir auf einem kleinen Umweg nach 2,5 Stunden auf einen Berg des uns nahegelegenen Mittelgebirges, konnten uns kaum das Lachen verkneifen ob der enttäuschten Gesichter auf Grund mangelnder Möglichkeiten Geld an ein Kiosk zu verschwenden und nach einer Pause schoben wir die ganze Bande wieder den Berg hinunter.

Bei diesem Ausflug fielen mir mehrere Dinge auf, die ich allesamt seltam, sogar etwas befremdlich fand:
1. Die meisten Kinder waren nach knapp 2 Kilometer schon so schlapp, dass sie am liebsten umgekehrt wären.
2. Warum gibt man seinem offentlich übergewichtigen Kind (Püppi, in Leggings und mit Tussi-Täschchen anstatt Rucksack) zum Trinken eine 1,5 Liter Flasche Zitronenlimo mit.
3. Wieso glauben manche Schüler einen ebenso anmaulen zu dürfen, wie sie es bei Mama und Papa tun?
4. Wieso glauben fast alle Schüler ein Ausflug bedeutet automatisch Kino oder Freizeitpark und verstehen nicht, weshalb wir auf das Aufsammeln der Mülls bestanden Zitat: „Ähhh Frau Workingmum, das ist aber nicht meine Tüte, das ist die von XY“. Uuuund …? Die Aufforderung die Tüte trotzdem aufzuheben wurde noch versucht auszudikutieren, aber ob meines Gesichtsausdruck (und ich hatte noch nicht mal meine Lesebrille zum Drüberschielen auf) wurde meinem Wunsch dann doch nachgekommen.

Mönsch, da gäbe es noch einiges aufzuzählen, aber ich denke, das reicht um einen Eindruck zu gewinnen. Ich will auch gar nicht in die Kerbe „mit der Jugend von heute …“ und „früher war alles anders …“ hauen, doch es ist schon erschreckend, wie wenig manche Kinder in der Lage sind, jenseits von Speilkonsole, TV, PC oder Rummelplatz ihren Spaß zu haben. Und, um das mal klar zu stellen, bei der Gruppe handelte es sich nicht um Kinder der sogenannten „Bil.dungs.fer.nen Schicht“ .

Zur Ehrenrettung der Klassen muss ich aber doch auch erwähnen, dass eine fette Kröte wilde Begeisterungsstürme hervorbrachte (das arme Tier ist wahrscheinlich schwer traumatisiert) und einige Jungs wild schreiend und Stöcke wedelnd durch den Wald rannten. Oh,  und manche schenken sogar dem tollen Ausblick einen Wimpernschlag und dass eine kleine Raupe im Haar eines Püppis zu einer leichten Panikattacke führte … Dann doch halt ganz „normale“ Kinder😉 .

 

 

 

 

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