Ferien …

… endlich. Den Seufzer, der mir heute morgen entfleucht, nachdem ich meine Jungs zum letzten Mal für die nächsten 14 Tage auf den Schulweg geschickt (ja, unsere müssen laufen 🙂 ) habe, kann jede Mutter … und jeder Lehrer nachvollziehen. Ich liebe meinen Job, aber die Pause ist, nach dem turbulenten Wochen, mehr als willkommen.

In den vergangenen Wochen haben wir im Hause Workingmum lernen müssen, wie schnell sich das Leben verändern kann. Ende August erlitt meine Mutter einen Schlaganfall und plötzlich stand ich vor der Situation, in die ich nie kommen wollte bzw. noch nicht kommen wollte: Verantwortung für ein Elternteil übernehmen, sich Gedanken über Pflege machen, zu schauen, wie mein Vater mit der Situation klarkommt und vieles andere. Die ersten Tage waren furchtbar, ich stand total neben mir und, wie es immer so ist, eine Scheisselhaufen liegt immer noch vor dir, weitere Felsen wurden in meinen Weg geworfen. Aber ich habe viel Grund zur Dankbarkeit, denn meiner Mutter geht es viel besser, nach viel Reha ist die halbseitige Lähmung fast verschwunden und auch das Sprechen wird sie sicher wieder lernen. Was das betrifft geht es bei uns wieder aufwärts  und die eigene Perspektive mal wieder in die rechte Richtung gerückt zu bekommen ist auch ganz gut. Manche kleinen Sorgen, wie der pupsitierende Große, lassen sich einen Hauch (wenn auch nur einen ganz kleinen) besser ertragen … wer hat überhaupt diese hormonelle Verwirrung erfunden? Ja,ja, ich weiß, evolutiontstechnisch ist sie von höchster Bedeutung.

Der zweite Fels vor mir liegt noch, er wackelt hin und her und ich weiß noch nicht in welche Richtung er sich bewegen wird. Mein fester Job an meiner aktuellen Schule steht auf der Kippe. Als Vertretungslehrerin bewegt man sich, und da kann man sich in den Job reinscheissen wie man will, am unteren Ende der Nahrungs- … äh… Stellenkette. Mein Vertretungsgrund hat sich vorzeitig ereldigt und weiss ich nicht, ob ich bleiben kann oder mir eine andere Schule suchen muss. Aber das ist eine andere lange Geschichte. Das einzige, was ich weiss ist, dass auf jeden Fall weiter unterrichten will. Man wird sehen …

So, jetzt genieße ich den Ferienanfang!

2 Antworten to “Ferien …”

  1. Patricia Says:

    Oh, du hast dir den Ferienanfang aber auch mehr als verdient – nach solchen Wochen :-/ Ich wünsche deiner Mutter weiterhin gute Besserung, euch eine ruhige Zeit und drücke die Daumen, dass du in deinem Job bleiben kannst! (es ist schon manchmal frustrierend, wenn man nicht als Beamt.er auf die Welt kommt ….)

  2. Wortteufel Says:

    Ach, Du, ich hatte ja gehofft, dass sich das positiv entschieden hätte bis morgen. Dem scheint leider nicht so 😦 Aber wir drücken weiter die Daumen.

    Und freuen uns über positive Nachrichten von Deiner Mutter!

    Bis morgen, Ihr Lieben!
    Wir fühlen uns so hilflos, so ganz ohne selbst kochen 😉

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