Kindergartenfreundschaften …

… haben wohl nicht immer Bestand. Diese Erfahrung muss unser Großer gerade machen, nein eigentlicher eher erleiden. Sein Freund A. wohnt nur ein paar Häuser weiter,mit seinen Eltern sind wir befreundet. Eine Familienfreundschaft sozusagen. Doch seit den letzten Schuljahr scheint sich abzuzeichnen, dass sich beide Jungs in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Was an und für sich nicht dramtisch wäre,denn im gleichen Zug entstehen neue Freundschaften mit anderen Kindern. Doch ide beiden waren immer ein tolles Gespann. Aber nun gehen die Streiterei oft über das „Pack-schlägt-sich,Pack-erträgt-sich“ hinaus. Da werden Beleidigungen ausgeteilt und manchmal Handgreiflichkeiten ausgetauscht. Heute kam meiner wieder weinend nach Hause. „A. ist wirklich nicht mehr mein Freund, er beleidigt mich und schlägt mich“.O.k. diese Situationen hatte wir schon öfter, zwei Tage später spielen sie wieder zusammen, doch die Reibereien häufen sich. Sowohl A. Mutter als auch ich versuchen zu vermitteln, weil wir denken, es wäre schade, wenn sich die beiden entgültig entzweien. Zum Glück ist sie auch keine Mutter, die ihr Kind nicht in den Himmel hebt. Sie weiß, wie ich um die Fehler des meinen, auch sehr wohl um die Ecken und Kanten des ihren. Doch natürlich glaubt man zunächst erstmal den Aussagen des eigenen Kindes … und ein doofes Gefühl in der Magengrube bleibt, wenn wir uns darüber unterhalten. Ich kann eben nicht nach vollziehen, wie man sich gegenseitig so niedermachen kann. Die (beginnende) Pupertät ist doch schon schwierig genug. Muss man sich dann auch noch unter Freunden das Leben schwer machen? Die Schwester von A. meinte nur ganz trocken, so wären halt gerade alle Jungs drauf … ist das ein Trost? Soll ich mich nun mehr einmischen oder eher zurück halten und es die Kinder regeln lassen? Ich hoffe nur nicht, dass irgendwann dann doch die Freundschaft zu den Eltern leidet.

3 Antworten to “Kindergartenfreundschaften …”

  1. wortteufel Says:

    Das ist doch normal. Gerade in dem Altern müssen die sich mal voneinander distanzieren. Das ist wie bei Löwen in einer Herde: entweder, sie unterwerfen sich, bekommen kein Weibchen und kein Jagdrevier – oder sie müssen die Herde verlassen und ihr eigenes Rudel aufbauen. Ist doch bei Jungs nicht anders😉

    Vielleicht täte es den Beiden ja auch gut, wenn Ihr sie ermutigt, sich aus dem Weg zu gehen. Vielleicht haben die beiden auch deshalb so ein Problem, weil sie ob Eurer Familienfreundschaft wissen und meinen, sie MÜSSEN miteinander befreundet sein – Euch zuliebe. Oder weil sie nah beieinander wohnen.

    Vielleicht kann man ja so den Druck rausnehmen und das ganze relativiert sich wieder…

    • workingmum Says:

      Das ist eine gute Idee …allerdings nicht ganz so einfach durchzusetzten, da der Große nicht allzu nachtragend ist und sich z.B. schon gestern wieder mit ihn verabreden hätte wollen.

  2. frau kuni Says:

    hm. Schwierige Sache. Ich glaube ich würde mich nicht einmischen, und die Jungs das alleine regeln lassen. Solange eben die Auseinandersetzungen in einem „gesunden“ Rahmen bleiben. Das ist vermutlich auch eine wichtige Entwicklungsphase für beide. Wenn Du mit der Mutter befreundet bist, könnt Ihr Euch ja darüber austauschen und gemeinsam beobachten, welche Formen das jeweils annimmt. Du kannst es natürlich nicht festhalten, dass sie befreundet bleiben, auch wenn es schöner wäre.
    Bei uns gibt es solche Themen auch gelegentlich, und ich habe erst einmal eingegriffen, als 2 größere Jungs das Kunikind mehrmals auf dem Heimweg drangsaliert haben. Wenn das Kunikind mir solche Dinge erzählt, dann frage ich es immer, ob es meine Hilfe braucht. Es ist zwar erst 7, aber es kann mir sehr genau sagen, ob meine Einmischung erwünscht ist oder nicht.

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