Von Supermum …

… bin ich gerade meilenweit entfernt. Nicht das ich unbedingt das Betreben hätte eine 100% supertolle, stets lächelnde Mutter zu sein, aber eine kleine Annäherung (und sei sie noch so klein) käme mir gerade recht. Irgendwie bin ich müde, k.o, übelst gelaunt, ungerecht und mir ist ALLES zu viel. Natürlich liebe ich meine Jungs, was mich aber nicht darin hindert, die liebe kleine Plage wegen seiner verlegten Brille vor dem Kindergarten so richtig zur Schnecke zu machen. Gibt es etwas schlimmers, als wenn sich ein Kind mit Tränen in den Augen auf den Weg in den Kindergarten macht? Die liebe große Plage hat auch heute morgen noch Ihren Teil abbekommen – und ich fühle mich als mütterliche Versagerin. Ich liebe auch meine Arbeit … es ist toll, die zufriedenen Kinder mit ihren Kunstwerken aus der Tür stapfen zu sehen. Trotzdem sehne ich mich (schon wieder) nach Ferien. Kaum bin ich zur Haustür rein, werde ich, wie wahrscheinlich zahlreiche andere Mütter auch) von allen Seiten bestürmt. Da sind Hausaufgaben zu kontrollieren, Popos abzuwischen, Wäsche zu waschen, sich Gedanken ums Abendessen zu machen, die Jungs zu irgendwelchen Aktivitäten zu bringen oder zu holen. Meine Tage sind streng nach Uhrzeit geregelt. Oft komme ich mir vor, wie das Kaninchen in „Alice im Wunderland“ ( ich komme zu spät ….) oder wie ein Hamster im Rad. Ich renne den ganzen Tag irgendwelchen Sachen hinterher und werde das Gefühl nicht los, dass vor allem die Kinder und der Liebste zu kurz kommen.

Mehr Gelassenheit, das würde mir gut tun. Oder weniger Arbeiten (was aber als Selbständige auch nicht so einfach ist, denn man will ja schließlich keine Kunden vergraulen). Die Dinge nicht immer so eng sehen, auch mal den Mist der anderen liegen lassen und mich nicht über eine nicht ausgeräumte Spülmaschine (oder Waschmachine, oder Trockner … die Reihe kann fortsetzen, wer mag) ärgern. Aber woher nehmen? In der Theorie klingt immer alles so einfach, die Praxis sieht, zumindest bei mir, anders aus. Aber vielleicht bin ich ja auf dem richtigen Weg. Denn sich mit etwas konkret auseinander zu setzten ist ja schon mal ein Anfang …. Wenn ich das Patenrezept gefunden habe, melde ich mich wieder

Advertisements

5 Antworten to “Von Supermum …”

  1. feuervogel Says:

    Auch wenn ich dir nicht helfen kann, reiche ich dir mal schwesterlich die Hand. Hier auch grad übelstes „Hamster im Laufrad“-Gefühl. Und kein Licht am Ende des Tunnels. Aber: Bald schon ist Weihnachten. Und da gibt es in diesem Jahr definitiv keinen Stress. ;o))

  2. stilke Says:

    *seufz* das kenn ich nur zu gut. wenn du ein rezept findest, sag mir bescheid!

  3. workingmum Says:

    Frau Feuervogel, danke schön! Ich weiss, an manchen Tagen bin ich eine richtige Memme, den schließlich geht es tausenden von Frauen und Müttern ähnlich … Aber es tut gut, einfach mal alles raus zu lassen!

  4. cliclaclara Says:

    Hallo workingmum, ich kenne das und ich arbeite noch nicht mal! Und trotzdem ist der Tag so voll. Ständig piept es hier (Waschmaschine) und da (Spülmaschine), schreit es hier („Mama, muss Pipi“), schreit es da („Määäähhh!“), und so geht’s den ganzen Tag. Also auch von hier viel Mitgefühl! Liebe Grüße, Cliclaclara

  5. evelyn74 Says:

    Ja, wer kennt genau das alles nicht… Kann sehr gut mitfühlen!
    Und ich befürchte aber: „Wenn ich das Patenrezept gefunden habe, melde ich mich wieder…“ -dass das wohl (leider!) nicht passieren wird… -oder bin ich zu pessimistisch?! ;-/
    Na trotzdem, Kopf hoch! LG

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: