9/11

Ich frage mich immer wieder, ob dieser Tag jemals vergehen wird, ohne dass sich ein Mensch unserer Generation an die Ereignisse dieses Tages erinnert. Ich kann mich, nach 6 Jahren noch immer genau an den Moment erinnern, in dem ich davon erfuhr: Ich arbeitete damals noch in einem Auktionshaus und wir waren gerade dabei die nächste Auktion vorzubereiten, als ein Kollege kam und erzählte, dass zwei Flugzeuge in das World Trade Center geflogen seinen. Ehrlich gesagt, ich dachte, er verarscht (sorry) mich. Als mich dann der Liebste anrief, um mir ebenfalls das Gleiche zu erzählen, lief schon bei uns das Radio und wir hatten die traurige Gewissheit. In diesem Moment dachte ich wirklich, das ist das Ende, wer weiss, wie Bush darauf reagiert. Noch heute bin ich erleichtert, wie, in meinen Augen, er zunächst so besonnen darauf reagierte. Naja, wahrscheinlich waren es eher seine guten Berater im Hintergrund (Gott sei Dank!). Was er dann danach alles veranstaltete um die „Achse des Bösen“ auszuradieren steht auf einen anderen Papier – ich war noch ein Fan von ihm und hätte ihn sicher nicht gewählt. Abends saß ich weinend vor dem Fernseher, sah die Bilder der Türme und das Wrack des Flugzeuges immer wieder, bis ich nicht mehr konnte und ausgemacht habe. Doch noch immer sind sie präsent, ich brauche keine Wiederholung im TV, um daran erinnert zu werden. Und noch immer finde ich es merkwürdig die New Yorker Skyline ohne die Twin Towers zu sehen … Den Deli, in dem ich mal meinen Lunch aß gibt es nicht mehr … Religiöse Fanatiker, EGAL welcher (Glaubens)Richtung verstehe ich nicht …. ich weiss nur, dass immer die Unschuldigen dran glauben müssen.

3 Antworten to “9/11”

  1. Cary Says:

    Ja, ich glaube jeder weiss wo er damals war und was er gerade machte. Auch ich glaubte es zuerst nicht als ich es in den Online News las. Mein Mann rief von zu Hause aus hat während dem Gespräch mit mir live im TV den zweiten Flugzeug-Crash gesehen. Zwei Wochen habe ich geheult während den Nachrichten, bis wir uns entschieden haben vorerst keine Nachrichten mehr zu sehen. Verdrängung als Selbstschutz.

  2. stilke Says:

    bei uns am berg kam uns eine polizeistreife besuchen und meinte, ob sie kurz mal fernsehen könnten. sie hatten gehört, dass in new york was passiert sei.

    meine mama und meine schwester waren damals in der türkei auf urlaub. mein papa zu hause und hat (medienlos) gearbeitet. in meiner panik, als ich die fernsehbilder sah, hab ich ihm eine sms geschickt. „ich hab angst“…

  3. June Says:

    ganz ehrlich!
    ich sass im auto und dachte das wäre ein scherz…einer der schlechten sorte!
    ich war gerade mal kurz in deutschland…

    als ich es im fernsehen sah, sah ich es, begreifen oder realisieren konnte ich es allerdings nicht. auch das ausmass der katastrophe erschloss sich mir erst tage später.

    als ich dann zwei jahre später jemand kennenlernte, der zu der zeit im world trade center gearbeitet hat und genau an diesem tag zu spät zur arbeit kam, weil er am vorabend getrunken hatte, mit dem taxi heimfuhr und am nächsten tag erst sein fahrrad holen wollte…
    da hab ich es glaub ich erst richtig begriffen!

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