„Da steh ich nun, ich armer Tor …

… und bin so klug wie als zu vor“ (ja, ein wenig klassische Literatur 🙂 muss hin und wieder auch sein). Das Gespräch mit Theos Erzieherin war gut. Zitat: „Er ist ein tolles Kind“. Endlich, die offizielle Bestätigung, was will ich mehr!? Einen Tipp, einen Hinweis, egal … Im Prinzip würde nichts dagegen sprechen, ihn im kommenden Jahr in die Schule zu schicken, es spricht aber auch nicht viel dafür. Seine sprachliche und motorische Kompetenz (ja, so nennt man das im Fachdeutsch) stehen ausser Frage. Er ist gut dabei, motorisch entspricht er auch voll seiner Entwicklungsstufe, doch mit Konflikten umzugehen, das fällt ihm noch schwer. Und warum ihm nicht eigentlich noch ein Jahr „schenken“. Wenn ich an den Stress mit Lukas und seinen Hausaufgaben denke, ist es vielleicht sogar besser. Er würde dann noch mehr geistige Reife (wie auch immer man die misst) haben. Warum bekomme ich dann nur dauernd das Gefühl, es würde (m)einem Kann-Kind, das nicht zur Schule geht ein Makel anhaften – so in der Art „Ah, er geht doch noch nicht, da kann ja irgend etwas nicht stimmen“. Die Gesellschaft (oder bestimmte Mütter) setzt einen ganz schön unter Druck. Davon muss ich mich wirklich frei machen. Und würde mich heute, in dieser Stunde, jemand zwingen, mich zu entscheiden, dann würde ich ihn nicht einschulen.
P.S. Der Liebste sagte während dem ganzen Gespräch nur wenig, er hörte zu. Erst als ich ihn drängte, seine Meinung zu kund zu tun, sagte er nur trocken: „Ich habe ihn sowieso noch nicht in der Schule gesehen“ … Ahja… Schönen Dank auch, warum nur nicht schon nicht früher …  

5 Antworten to “„Da steh ich nun, ich armer Tor …”

  1. stilke Says:

    man setzt sich selber unter druck. die anderen eltern (vor allem die mütter) geben mir dann immer den rest. da kann man sich noch so sehr „vornehmen“, dass einem das mögliche urteil der anderen wurscht ist… leider.

  2. Frau Antonmann Says:

    Ich kenne Theo nicht, aber meine Erfahrung sagt mir, dass, wenn man bei Kannkindern zweifelt, dass das schon das schon ein Zeichen ist. Es gibt Kannkinder, da ist es so klar, dass sie soweit sind, in die Schule zu gehen. Aber bei Theo scheint ihr euch dessen nicht so sicher zu sein und dann würde ich eher empfehlen, noch zu warten. Ein Kind einzuschulen und dann immer wieder das ungute Gefühl zu haben, dass es vielleicht doch zu früh gewesen ist, finde ich wesentlich problematischer, als zum Ende des zusätzlichen Kindergartenjahres zu merken, dass es nun aber wirklich Zeit wird mit der Schule. Das ist allerdings nur eine ganz allgemeine Einschätzung von mir. Entscheiden müssen und können natürlich nur die Menschen, die das Kind genau kennen.

  3. workingmum Says:

    Liebe Frau Antonmann, danke für den Rat, um so mehr, als dass ich weiß wovon Sie reden. Wir haben zwar demnächst noch den U9 Termin, aber die Kinderärztin kann das Ganze ja eigentlich auch „nur“ von der Physischen Seite beurteilen. Ich glaube, wir gönnen ihm noch das weitere Jahr 🙂

  4. June Says:

    liebe frau workingmann,
    auch ich kann nur aus der ferne mutmassen, aber ich denke im leben geht alles so schnell und der stress kommt früh genug. auch ich tendiere aus erfahrung im eigenen familienkreis dazu, dem kind noch etwas zeit zu schenken. lieber unterfordert und „wer weiß“ dann eine klasse überspringen, anstatt zu früh eingeschult. da gibt es dann kein zurück.
    wie sieht theo das eigentlich? will ER denn in die schule?

  5. workingmum Says:

    Ach, für ihn ist das eigentlich noch gar kein Thema – möglicherweise noch ein Hinweis dafür, dass er ruhig noch ein Jahr warten kann.

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