Die Frage der Woche …

von Mary , die ich des öftern virtuell besuche, habe ich mich mich inspirieren lassen und werde, in Abständen, eine Frage in den weiten Raum des „www“ werfen, um zu lesen, was andere so denken (bin gespannt ob überhaupt jemand ein Statement abliefert  🙂 ). Hier also der erste Versuch:
Wieviel Strenge brauchen Kinder? Damit meine ich auf keinen Fall körperliche Züchtigung sondern eher, tja wie formuliere ich das? Durchsetzungsvermögen, Konsequenz, Durchhaltevermögen? Ich für meinen Teil habe oft das Gefühl, ich bin zu streng, sage zu oft nein zu Dingen (TV, Computer spielen, Hot Wheels beim Einkaufen mitnehmen, Naschen ect.). Manchmal befürchte ich, dass meine Kinder (sollte ich morgen tot umfallen) mich als biestige, nein sagende Mutter in Erinnerung behalten. Wie lang, darf die Leine sein? Sollte man (ich) Dinge einfach lockerer Sehen, nachgiebig im Kleinen und unnachgiebig bei den wirklich wichtigen Dingen sein? Meine Kinder sollen einmal ihr Leben meistern können und wir müssen ihnen das Rüstzeug dafür geben. Dazu gehört, in meinen Augen, Respekt und Höflichkeit anderen Gegenüber, Toleranz und Freundlichkeit.  Niemand hat gesagt, dass Kindererziehung leicht ist, ein Geheimrezept gibt es sicher auch nicht, das muss jedes Elternteil individuell entscheiden. Also, seht es wie ein „Stöckchen“, halt mit nur einer einzigen Frage.
P.S. Keine Angst, es kommen sicher auch „triviale“ Fragen.

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5 Antworten to “Die Frage der Woche …”

  1. kerstin Says:

    Ich versuch mal, angesichts der drückenden Temperaturen, eine kurze Antwort hin zu bekommen. Konsequenz ist sicherlich bei Erziehung ein ganz entscheidender Punkt. Und folgende Dinge gehen mir dazu durch den Kopf: Wenn man weiß, dass man die angedrohte Konsequenzen nicht durchhalten kann, dann sollte man sich die Androhung besser sparen. Man sollte grundsätzlich konsequent sein und manche Dinge zwischendurch trotzdem erlauben. Es ist zwischendurch immer mal zu überlegen, warum man nein sagt und wenn man keinen triftigen Grund für sein Nein hat, dann sollte man doch auch einfach Ja sagen.

    Das wirk jetzt vielleicht wohl durchdacht, ist es aber keinesfalls. Ich hab’s einfach mal so aufgeschrieben, wie es mir gerade in den Kopf kam, denn bedenken Sie: ES IST HEISS HIER 🙂

  2. workingmum Says:

    Ja, hier ist es auch …heiss. Grüss Gott „Andrea“. Deshalb verstärken Dank für das schnelle Statement.Und zur Konsequenz: Der Geist ist willig und das Fleisch… Aber es klappt doch dann hin und wieder und dann darf frau zu Recht stolz auf sich sein (das gilt übrigens für alle zumindest zeitweise konsequenten Mama und Papas)

  3. Ami Says:

    konsequenz ist wichtig und das setzen von grenzen ebenfalls. zwei dinge allerdings versuche ich zumindest zu beachten:
    1. bei aller konsequenz versuche ich in der durchsetzung flexibel zu bleiben. gerade an tagen, an denen ich enorm unter druck stehe und selber angespannt bin, poche ich manchmal mit grundloser vehemenz auf eine bestimmte sache, die ben einhalten soll. vor lauter unfelxibilität, die dinge vielleicht auch mal anders anzugehen, drücke ich da was auf eine art und weise durch, die keinem was bringt. müdigkeit, angespanntheit udn erschöpfung killen jeglich keativität in der pädagogik. daher versuche ich an solchen tage auch mal die situation zu verlassen um neue ideen hochkommen zu lassen oder auch einfach mal alle fünfe grade sein zu lassen.
    2. gerade bei bens alter ist es schwierig was zu erklären. somit hört ben oft nur nein nein nein. hier versuche ich andere wege zu gehen, versuche nein zu ersetzen durch blicke oder gesten. nach dem 1000. nein hört selbst mein lieber ben nicht mehr auf mich:)

    auch hier heiss…:)

  4. workingmum Says:

    Ich bin der Meinung, Kinder haben eingebaute „Stressantenne“, denn am schwierigsten wird es, und da stimme ich Frau Ami zu, die konsequente Haltung beizubehalten, wenn man selbst im Stress ist, irgendwo dringend hin muss, etwas schnell erledigen oder auch nur selbst einen schlechten Tag hat. Das riechen die lieben Kleinen und streuen noch Salz in die „Wunde“. An Tagen, an denen ich ganz ruhig und entpannt bin, sind es die Jungs oft auch oder andersrum, dann macht es mir weniger aus, wenn sie versuchen mit ihren Köpfen durch die Wand zu wollen – ich lass´sie dann halt laufen. Aber diese unbedingt etwas durchsetzen wollen, auch wenn es sich im Nachhinein als völlig unsinnig oder extra stressend herausstellt, kenne ich auch, manchmal macht Muttern sich halt das Leben selbst etwas schwerer 😉

  5. Sisou Says:

    *lach* Nun wurde schon fast alles zum Thema gesagt und ich kann mich nur anschließen.

    Konsequenz ist eines der wichtigsten Dinge. Allerdings soll mein Sohn das Gefühl haben, dass da auch irgendwo ein Sinn hinter steckt und ich ihn nicht einfach nur gängeln will. Mittlerweile hat er ein „Nein“ ganz gut akzeptiert, aber das wechselt phasenweise auch immer. Ich habe das Gefühl, dass wir ganz oft an einen Punkt gelangen, in dem feststehende Regeln wieder neu diskutiert werden müssen. Mir fällt es dann manchmal schwer einzusehen, dass er ja wieder ein Stückchen älter geworden ist und ich die Grenzen ein bisschen erweitern muss.

    Ich persönlich finde es auch schwer, meine eigenen „Familienregeln“ streng durchzuziehen,wenn bei vielen Freunden von Junior andere, bwz. kaum Regeln gelten, die sich mit unseren decken. Sehe ich gerade im Bereich Comuter oder Playstation. Ich bin dagegen. Ich mag es nicht und ich will es nicht. Punkt. Kann ich natürlich nicht sinnvoll begründen, auch wenn ich ihm manchmal an den Kopf knalle „Wer zuviel Computer spielt oder vor dem Fernseher klebt, der wird dumm.“ Pädagogisch könnte man das sicher besser formulieren…;-) Da muss ich dann Zugeständnisse machen, weil mittlerweile alle seine Freunde entweder einen Pc oder eine Playstation besitzen. Nun darf er am WE an beiden Tagen je eine Stunde spielen.

    *g* Kinder haben eine „eingebaute Stressantenne“. Sie fangen die ganz feinen Signale der gestressten, genervten oder gereizten Mama auf… und versuchen es knallhart auszunutzen. Ich gestehe ihm dann manchmal die eine oder andere Ausnahme zu – sage aber gleich dazu, dass das nicht zum Standard wird. *g* Geht natürlich nur, wenn es tatsächlich nicht zum Standard wird. 🙂

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