Danke „Frau …äh …Mutti“

Ihren offenen Brief an Herrn Playmobil sollten  Sie als Petition veröffentlichen, Ich würde sofort unterzeichnen, jawoll! T. liebt vor allem die Kleinteile, mit fast 5 Jahren verliert er sie natürlich gerne und das Drama ist groß, wenn ich beim Aufräumen oder gar Staubsaugen seine in klitzekleinen Teilen geordnete Welt in Unordnung bringe. Ich gebe aber zu, dass ich diese Mikrokosmen faszinierend finde. Ebenso faszinierend wie die unermessliche Welt der „Barbie“. O.k. mit zwei Jung an meiner Seite habe ich damit nichts viel zu tun, bin aber immer sehr glücklich, wenn ich von meiner Freundin und Mutter meiner Patentochter den Auftrag erhalte, etwas für besagte Puppe (ist sie das denn eigentlich noch?) zu besorgen. Als ich mit Barbie-Puppen anfing, hatten sie noch aufgemalte Katzenaugen (nicht mehr lange, aber immerhin, nein sooo alt bin ich nun doch nicht 🙂 ) und eine richtige Barbie von Matell war schweineteuer! Von meiner Patentante bekam ich damals zu Weihnachten eine echte „Skipper“, der ich vor lauter Liebe die Hand abkaute und die fortan mit wechselnden Tesafilmverbänden ihr Dasein fristete. Möbel, geschweige denn Autos, Pferde, ja selbst Möbel waren noch nicht besonders weit verbreitet und unsere Barbies (meine und die meiner älteren Schwester) schliefen in Holzbetten made bei Papa, da der Schreiner war bzw. ist, waren die ziemlich klasse und wir hatten sogar Tische und Stühle, ach ja und eine Kommode (mit gebracht von unserer Oma als Souvenir aus der damaligen DDR, wohl eigentlich als Schmuckkästchen gedacht). Einmal bekamen wir eine Tüte mit 50 Teilen Zubehör für die Anziehpüppchen, Schuhe, Kleiderbügel, Koffer etc. Großartig waren die und wurden schnell und schwesterlich aufgeteilt und ebenso schnell wieder verloren. Es hat sehr viel Spass gemacht, Kleider zu nähen und die Mädels zu stylen.  Vielleicht stehe ich deshalb noch heute mit leuchtenden Augen in jeder Spielzeugabteilung und schaue mir die Cinderellas, Schneewittchens, Kellys, Cherrys und wie sie alle heissen und natürlich auch deren schmucke Gefährten an, auch mit ein bißchen Neid, weil ich das alles nicht hatte und einer Portion Wehmut, weil ich mich frage, ob man den ganzen Kram tatsächlich braucht zum Spielen. Nochmals Danke, „Frau …äh… Mutti“ für den Anstoß zum (fast philosophischen, oder nicht) Nachdenken, Erinnern an meine „Barbie-Zeit“

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