Manchmal muss man sein Kind zum Glück zwingen …

… wahrscheinlich kräuseln sich bei dieser Aussage sämtlichen Pädagogen die Fussnägel, aber unsere Aktion heute ist (wieder Mal) ein Beispiel dafür. Und dafür, dass sich Konsequenz auch mal auszahlt. Zur Erklärung: Unser Sohn L. (der Große) äußerte irgendwann mal, er würde sich für das Erlernen der Trompete interessieren. Nichts leichter als das, denn wir haben hier am Ort (Vorort der Stadt am großen Fluß) einen sehr guten Posaunenchor. Bei den ich, zufälligerweise🙂 auch jahrelang aktives Mitglied, sprich Posaunistin (jawoll!), war. Also das Kind mitsamt Freund zur Schnupperstunde angemeldet – vor einiger Zeit, wie gesagt. Das Drama nahm seinen Lauf als A. (der Buddy) sich entschloß doch lieber Schlagzeug (arme Eltern, haben zum Glück einen Keller) zu erlernen. Da mein Kind ein kleines Herdentier ist (grrrr), folgte auf dem Fuss die Weigerung zu besagter Veranstaltung überhaupt erst anzutreten. Das volle Programm von „Oh, Mann, wie doof“, über „das geh´ ich nicht hin“und „da kenn´ich ja keinen“, bis zur letzten Eskalation, die ich als das „Rumpelstilzchen-Syndrom“ (ah, Frau kann sich sicher etwas darunter vorstellen) bezeichne. Aber, und nun möchte ich mir ganz dolle selbst auf die Schulter klopfen (andere dürfen es aber auch gerne ….), ich (in gemeintschaftlicher Entscheidung mit meinem Liebsten) bin hart geblieben. Und das Ende vom Lied? L. fand es prima, steckt in der Krise, ob er sich jetzt für Trompete oder doch Posaune entscheiden soll und hat mich aufgefordert, meine eben diese aus dem Keller ans Tageslicht zu befördern. Und die Moral …. 

3 Antworten to “Manchmal muss man sein Kind zum Glück zwingen …”

  1. einhakel Says:

    LOL!
    Könnt stolz auf euch sein, kenne viele Eltern in meinem Bekanntenkreis, die das nicht durchgezogen hätten… *flüstertonon* dabei sind einige ausgebildete und überzeugte (Soz)Pädagogen *flüstertonoff* (weiß ja gar nicht, was IHR seid *uuups*)

    Wünsche eurem Knilch viel Spaß beim Instrument üben – und euch gute Ohrenstöpsel für die ersten Monate!

    Ach, hat er sich schon für ein Instrument entschieden?

  2. workingmum Says:

    Danke schön, liebe Frau Einhakel, das tut gut. Nein, er hat sich noch nicht entschlossen – vielleicht hat sich bis zum Unterichtsbeginn nach den Ferien seine Euphorie gelegt(was ich nicht hoffe). Mir ist´s egal, hauptsache es macht ihm Spass. Ansonsten geht die Suche halt weiter …, unverdrossen, mit viiiiel Energie (haha).
    P.S. Keine Sorge, wir sind in echt keine ausgebildeten Pädagogen, alles autoditaktisch erlernt, aber witzigerweise arbeite ich tatsächlich mit Kindern … und Kunst, doch das ist eine andere, längere Geschichte🙂

  3. einhakel Says:

    Uff, da hab ich ja grad nochmal Glück gehabt – mit den Pädagogen und so ;o)
    Aber Arbeit mit Kindern und Kunst hört sich interessant an, das ganze freiberuflich? Wow! Würd ja schon gern weiter nachbohren, weiß aber, wie das ist mit einem Blog…jedenfalls geht es mir so, will mich nicht völlig nackisch machen.

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