Gestern, und man beachte, es war noch nicht einmal Dezember, haben eine meiner Freundinnen und ich eine spontane Idee umgesetzt: Der alljährliche Plätzchenwahnsinnn sollte nicht nur den Kindern Spass sondern auch uns. Bei meinen lieben Plagen stehe ich nämlich jedes Jahr vor dem gleichen Problem – nach 10 Minuten haben sämtliche Ausstechförmchen ihren Reiz verloren, der erste Jähzorn macht sich breit, weil der Teig durch´s viele Kneten total matschig geworden ist und am Ende versuche ich zu retten, was zu retten ist … und es gab bei uns nur Butterplätzchen und Spitzbuben.
Da es ihr in den vergangenen Jahren genauso erging trafen wir uns gestern bei ihr zum gemeinsamen Backen. Die Voraussetzungen waren denkbar günstig! Die jeweils Großen waren auf einen Kindergeburtstag bzw einer Adventsfeier und die beiden jeweils Kleinen bespielten sich gegenseitig und wurden vom Mann der Freundin unterhalten. Jede steuerte die gewünschten Zutaten für die Plätzchen bei und gemeimsam wurde alles verarbeitet. So entstanden mit Kaffee, Prosecco und angeregten Gesprächen Vanille- und Zimzkipferl, Engelsaugen, Heidesand- und Kardamomplätzchen sowie Ingwer-Sablés. Nach getaner Arbeit wurde alles schwesterlich geteilt und zusammen ein herzhaftes Gulasch verspeist … ein perfekter Nachmittag! Und so früh hatte ich noch nie so viele Weihnachtsplätzchen … mal sehen, wie lange die halten . Und nächstes Jahr, das haben wir uns versprochen, machen wir diese Aktion wieder. Eine schöne Adventszeit …!
Archiv für November 2008
Aktion Weihnachtsplätzchen …
30. November 2008Das Leben …
12. November 2008… hat immer recht! Eine ebenso einfache, wie geniale Philosophie.
Yes, we can …
5. November 2008… sie konnten es tatsächlich und haben den Richtigen gewählt … zumindest in meinen Augen. Viel Glück Mr. Obama … äh … Mr. President
Möglicherweise wird die Euphorie bald weichen, auch Sie werden einige Ihrer Wahlvesprechen brechen und manche Wähler enttäuschen. Und mit Charisma allein kann man auch kein Land regieren. Trotzdem hätte ich Sie gewählt, wenn ich gedurft hätte. So einfach aus dem Bauch raus …
Von Supermum …
5. November 2008… bin ich gerade meilenweit entfernt. Nicht das ich unbedingt das Betreben hätte eine 100% supertolle, stets lächelnde Mutter zu sein, aber eine kleine Annäherung (und sei sie noch so klein) käme mir gerade recht. Irgendwie bin ich müde, k.o, übelst gelaunt, ungerecht und mir ist ALLES zu viel. Natürlich liebe ich meine Jungs, was mich aber nicht darin hindert, die liebe kleine Plage wegen seiner verlegten Brille vor dem Kindergarten so richtig zur Schnecke zu machen. Gibt es etwas schlimmers, als wenn sich ein Kind mit Tränen in den Augen auf den Weg in den Kindergarten macht? Die liebe große Plage hat auch heute morgen noch Ihren Teil abbekommen – und ich fühle mich als mütterliche Versagerin. Ich liebe auch meine Arbeit … es ist toll, die zufriedenen Kinder mit ihren Kunstwerken aus der Tür stapfen zu sehen. Trotzdem sehne ich mich (schon wieder) nach Ferien. Kaum bin ich zur Haustür rein, werde ich, wie wahrscheinlich zahlreiche andere Mütter auch) von allen Seiten bestürmt. Da sind Hausaufgaben zu kontrollieren, Popos abzuwischen, Wäsche zu waschen, sich Gedanken ums Abendessen zu machen, die Jungs zu irgendwelchen Aktivitäten zu bringen oder zu holen. Meine Tage sind streng nach Uhrzeit geregelt. Oft komme ich mir vor, wie das Kaninchen in „Alice im Wunderland“ ( ich komme zu spät ….) oder wie ein Hamster im Rad. Ich renne den ganzen Tag irgendwelchen Sachen hinterher und werde das Gefühl nicht los, dass vor allem die Kinder und der Liebste zu kurz kommen.
Mehr Gelassenheit, das würde mir gut tun. Oder weniger Arbeiten (was aber als Selbständige auch nicht so einfach ist, denn man will ja schließlich keine Kunden vergraulen). Die Dinge nicht immer so eng sehen, auch mal den Mist der anderen liegen lassen und mich nicht über eine nicht ausgeräumte Spülmaschine (oder Waschmachine, oder Trockner … die Reihe kann fortsetzen, wer mag) ärgern. Aber woher nehmen? In der Theorie klingt immer alles so einfach, die Praxis sieht, zumindest bei mir, anders aus. Aber vielleicht bin ich ja auf dem richtigen Weg. Denn sich mit etwas konkret auseinander zu setzten ist ja schon mal ein Anfang …. Wenn ich das Patenrezept gefunden habe, melde ich mich wieder