Archiv für Oktober 2007

Da bin ich wieder …

Oktober 21, 2007

… es war sehr schön, so entspannend. Die lieben Plagen haben wir nur zu den Essenszeiten gesehen, ansonsten waren Sie mit den anderen acht Kindern den ganzen Tag draußen. So wenig wie in diesen Tagen habe ich meine Kinder nur selten gesehen - und gehört (das ständige “Mamaaaa” ist komplett weggefallen). Wir hatten sonnige, noch relativ warme Tage, sind durch die steierischen Weinberge gewandert, haben das abendliche Lagefeuer hat unsere Jungs so gut durchgeräuchert, daß sich ihre Lebenserwartung sicher erhört hat, die abschüssige Hofzufahrt war für Ralleys mit Bobbscars und sonstigen fahrbaren Untersätzen ideal und die freilaufenden Katzenkinder wurde ausgiebig herumgetragen und geschmust (was die Diskussion nach einen neuen Haustier wieder angefacht hat). Und wir hatten jede Menge Schnee bei der gestrigen Rückfahrt, Mitte Oktober, ist das zu fassen?
Bei den vielen guten Gesprächen stellte sich heraus, daß eines der Kinder einer Freundin ADS hat und ihre lange (Leidens-) Geschichte (von Pontius zu Pilatus, Homöopathie und nun doch endlich die erlösenden und das Familienleben erleichterten Medikamente) hat mich darin mich in meiner (unserer) Entscheidung bestärkt, uns professionelle Hilfe bei den “Kommunikationsproblemen” mit unserem Großen zu holen. Leicht ist mir dieser Weg nicht gefallen, denn irgendwie fühle ich mich unzulänglich dabei, als ob ich als Mutter nicht fähig wäre unsere Schwierigkeiten selbst in den Griff zu kriegen. Dumm ist nur, daß wir für den ersten Gesprächtermin eine Wartezeit von 4 -6 Wochen haben. Aber egal, wenn es ´was bringt. Außerdem vergeht die Zeit schnell. Schon sind die Herbstferien wieder vorbei und morgen geht die Schule und meine Arbeit wieder los. Einen schönen Schulanfang …. und es sind nur neun Wochen bis zu den Weihnachtsferien … :-) !

Ab in die Berge …

Oktober 13, 2007

Morgen geht es los! Wir fahren in Richtung Süden. Zuerst zwei Tage bei meiner Freundin B. in Ulm (Jipphie). Eingeplant ist auch ein Besuch im Land der kunterbunten Bausteine (Die Eintrittspreise finde ich allerdings sehr gesalzen, für uns alle wären das dann mal schlappe 112 Euro, schluck). Danach geht es noch weiter südlich, wir reisen in die Alpenrepublik nach Großklein (großartig, nicht wahr). Wenn der Ort und das Hotel nur halb so schön wie der Name ist, dann werden es wunderbare Tage.  Diesmal sind, neben unseren kleinen Plagen, jede Menge Kinder nebst dazu gehörigen Eltern dabei, für Unterhaltung ist also gesorgt. Mit fünf befreundete Familien (hoffentlich sind wir es auch noch nach den 5 Tagen ;-) ) ist das kleine Hotel sozusagen fest in unserer Hand und wenn das Wetter nur einigermaßen mitspielt, wird uns das für den mißratenen Sommerurlaub entschädigen. Ach, ich freu´mich ….

Abgehakt und durchgestrichen

Oktober 13, 2007

Ich bin ein Listen-Fan. Wann immer in meinem Kopf das Chaos regiert, hilft mir die Listentechnik. Ich mache “To-do”-Listen, Kofferpack-Listen, Weihnachtsgeschenke-Listen (mit der ich, man glaubt es kaum, schon jetzt anfange), Wer-bekommt-eine-Urlaubskarte-Listen und was sonst noch so gelistet werden kann. Listen schreiben sortiert die Gedanken, nimmt einem die Panik vor scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und macht den Kopf freier. Man kann sich Stück für Stück, Punkt für Punkt durcharbeiten und je mehr schwarze Striche (am besten mit ´nem dicken Edding) auf der Liste sind, desto besser geht es mir. Eine mit schwarzen Strichen gefüllte Liste macht zufrieden. Sie dokumentiert die Sisyphosarbeit schwarz auf weiß. Ich würde sogar soweit gehen und sagen: “Listen schreiben bzw. durchstreichen macht glücklich …!” :-)

Ähem, naja …

Oktober 10, 2007

… wieder “Friede, Freude, Eierkuchen” in Seattle. Hatte mir etwas mehr von dieser bewegenden Folge versprochen. Ziemlich viel difuses weißes Licht am Ende des Tunnels. Die eine darf kommen bzw. bleiben, wenn die andere geht. Mutter “opfert” sich für die Tochter. Stoff, fast wie für ein antikes Drama. Aber, alles wird gut … auch wenn ich leider die nächste Folge verpassen werde, weil wir in Österreich sind. Doch, ich weiß, daß ich dort (theoretisch) am Montagabend (wann?) “GA” schauen könnte, aber die Nachbarn sind ja ´ne Folge weiter und dann bringt das nicht so viel. Ob man in Großkleinen (der Ort heißt wirklich so!) auch Pro7 empfangen kann? Egal, bei dem Spass, den wir dort haben werden, kann ich gerne mal auf meine Ärzte verzichten … Hab´ ich das tatsächlich gerade geschrieben …?

Das Warten hat ein Ende

Oktober 10, 2007

Noch 2 Stunden und 45 Minuten. Dann werde ich (und sicher noch einige andere) wissen, wie es mit “GA” weitergeht. Danke Frau Ami und Frau Stilke, dass Sie so brav dicht gehalten haben. Werde mich dann später melden ….. :-)

Innere Werte

Oktober 9, 2007

Wie mache ich meinem großen Kind nur verständlich, dass sich das Ausmass unserer Liebe zu ihm nicht an dem Kauf einer W ii, dem Kauf von Lego Raccern, dem Kauf von … was weiss ich… manifestiert. Ist es ein Phänomen von Erstgeborenen ständig das Gefühl zu haben, nicht genug Liebe, Zuneigung, Geschenke etc zu bekommen? Ich dachte, das hätten nur “Sandwichkinder” (ich weiss, wo von ich rede, ich bin nämlich eines). Wie kann man mit acht Jahren schon so unglücklich, unzufrieden, nörgelig, einfach so unausstehlich sein, dass es sogar mir langsam schwer fällt entspannt mit ihm unzugehen? Er hat doch wirklich alles … außer ein paar materiellen Dingen vielleicht. Eventuell sind wir etwas streng was das Benutzen von PC und TV betrifft, aber sonst …? Die Situation ist … ätzend, ich habe kaum noch Geduld (und die wäre wahrscheinlich, gepaart mit Freundlichkeit, die einzig richtige Therapie) … und fühle mich …schrecklich, unfähig, rabenmütterlich … Hoffentlich ist der Tag bald vorbei!

Zimmerlautstärke …

Oktober 9, 2007

… ist etwas seeeehr subjektives. Oder bilde ich mir nur ein, dass Kinder, die Ferien haben und dem entsprechend wohl nicht ganz ausgelastet sind, noch lauter schreiend als sonst durchs Haus rennen? Hah, nächste Woche fahren wir für ein paar Tage nach Österreich auf eine Art Bauernhof, da werde ich sie durch Wald und Wiesen scheuchen - wenn sie dann dort schreien, rufen, brüllen (was gibt´s sonst noch an verbalen Äußerungen?) dann stört es eventuell nur Rehe, Hasen, Kühe etc … und möglicherweise den ortsansässigen Förster. Zur Beruhigung aller Naturfreunde: selbstverständlich werden Naturschutzgebiete von diesen Übergriffen verschont! 

Pfui bäh!

Oktober 7, 2007

Es war dann doch keine leere Drohung! Allerdings war die kleinste Plage so nett, ihre “Unpässlichkeit” (kein Grund das “www” mit unangenehmen Detail zu erfreuen) bis zum frühen Morgen zu verschieben, da war ich schon wach und konnte Hifestellung leisten, so daß sich die Schweinerei in Grenzen hielt. Rechnen wir mit 2,5 Tage Inkubationszeit, dann wäre die große Plage ca. am Mittwoch dran. Naja, es sind Ferien, arbeiten muss ich in der kommenden Woche nur ein “paar” Stündchen und so kann ich alles entspannt und “posimistisch” sehen. Heute Mittag werde ich mit dem Großen und dessen Buddy mit den Rollern, Gummistiefeln und einem kleinen Survival-Esspaket die Sonne geniessen und ausserdem endlich mal wieder mein Patenkind sehen, während der Liebste zu Hause das schon wieder erstaunlich gut gelaunte kleine Kind hütet. Einen sonnigen Sonntag allerseits!  

Wenn früh am Morgen, ….

Oktober 6, 2007

… und damit meine ich sehr früh (so gegen 6 Uhr 5), das Telefon in unserem Haus klingelt, dann verheißt das nicht Gutes! Meist ist der Arbeitgeber des Liebsten mit einem dringenden Notfall (der Drucker für die Rechnungen blockiert, der Frühstücksservice ist nicht erschienen etc.) dran. So auch heute. Der Liebste schmeisst sich, trotz freien Tages (so ist das halt in einem Familienbetrieb), in Windeseile fluchend in seine Klamotten und ist erst mal weg. Naja, ich drehe mich rum und gedenke noch ein wenig zu schlummern, als der klägliche Ruf des Jüngsten nach seiner Mama an mein Ohr dringt. Erst wollte ich es ignorieren, doch dann fiel mir siedend heiß ein, daß er schon gestern über Bauchweh geklagt hatte und mit einer Wärmflasche in Bett wollte ( … ja, genau, Magen-Darm-Infekte suchen sich wieder ihre Wege durch die kleinen Kindergartenbäuchlein). Zum Glück war seine Ankündigung “Mama, ich muss k….” nur eine leere Drohung (bitte, lass es auch so bleiben) und ich konnte mich noch mal kurz in die Horizontale begeben. Wenig später hörte ich den Liebsten anrollen und da ein paar Möbelkisten vom Elch darauf warten unser Wohnzimmer zu verschönern (ja, Frau … äh … Mutti, nicht nur Sie sind von der Umräumeritis erfasst :-) ), dachte ich, dass wir auch ebenso gut gleich in den Tag starten können. Jetzt ist es Abend, das Wohnzimmer ist, nach ein paar kleineren Elch typischen Problemen wirklich schön geworden. Allerding stellte ich fest, daß wir nun, bei aller Liebe und Verbundenheit (vor allem meinereiner Seite) doch aus dem Billy-Alter heraus sind und uns ganz gemütlich auf die Suche nach einer attraktiven Side-Board-Lösung machen. Das Umräumen ging ohne jeden Stress und Gereiztheit über die Bühne, wir sind zufrieden und wenn die kleinen Plagen im Bett sind, werden der Liebste und ich es uns gemütlich machen und bei einem Glas Rotwein “Das gute Jahr schauen”.

 

Erzieherinnen-Notstand

Oktober 2, 2007

Theos Erzieherin ist schwanger! An und für sich ein Grund zur Freude, zumal ich Frau N. sehr sympathisch finde , sie mit den Kindern wunderbar klar kommt und ich es  ihr von Herzen gönne. Dumm ist nur, dass sie keinen Immunschutz hat und sozusagen ab sofort den Gruppenraum nicht mehr betreten bzw. nicht mehr den Kindern arbeiten darf. Noch dümmer ist, dass die zweite Erzieherin schon seit Monaten (!) krank geschrieben ist, keiner weiß was sie hat und ihre Rückkehr ist eher unwahrscheinlich. Ist das nicht großartig? Die Mäusegruppe ist somit für unbestimmte Zeit komplett ohne feste Bezugsperson für die Kinder. Und das ist nicht nur für die Neuen schwierig, auch andere Kinder, die schon länger dabei sind, leiden offensichtlich unter der Situation. Natürlich könnten wir mit Elterninitiative vielleicht etwas abfangen, doch a) muss man diese Eltern finden (haha) und b) ist es immer ungünstig in einer Gruppe zu arbeiten, in der das eigene Kind ist (ich spreche aus Erfahrung). Apropos Erfahrung: Ich kenne außerdem die städtischen Strukturen, wenn “die da oben” erst mal sehen, dass wir mit einer Elterninitiative irgendwie über die Runden kommen, ist (in deren Augen) ja keine Dringlichkeit mehr gegeben, schnellen Ersatz zu finden. Große Sch … ! Und das, nachdem wir uns eben entschlossen haben, T. noch für eine weiteres Jahres( also alles in allem jetzt noch fast 2 Jahre) im Kindergarten zu lassen. Was soll ich tun? Die Mäusegruppe komplett in einem anderen Kindergarten anmelden? Eine, oder besser zwei Erzieherinnen (noch besser Erzieher) aus einer anderen Einrichtung entführen? Ich sehe leider kein Licht am Ende des Tunnels….